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Lebensbücher - Ein Projekt an Berliner Schulen

Seit 2008 führen wir das Projekt Lebensbuch an Berliner Schulen durch. Unsere Projektpartner sind bzw. waren bisher die Hedwig-Dohm-Oberschule (7. und 8. Klassen), die James-Krüss-Grundschule/ 1. Gemeinschaftsschule Berlin-Mitte (6. Klasse), die Carl-Bolle-Grundschule (5. Klasse), die Brüder-Grimm-Schule (Profilkurs 4.-6. Klasse) und die Leo-Lionni-Grundschule (5. Klasse) alle in Berlin Mitte. 

In unseren Weiterbildungen seit Herbst 2011 haben wir die Methode an Lehrkräfte aus weiteren Schulen in Berlin-Mitte weitergegeben. So führen unter anderem auch LehrerInnen an der Andersen-Grundschule und der Grundschule am Arkonaplatz das Lebensbuchprojekt durch. Fächer, die sich für das Lebensbuchprojekt eignen, sind u.a. Deutsch, Deutsch als Zweitsprache, Ethik, Lebenskunde, Bildende Kunst und Soziales Lernen.



Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms
"TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN"


Was ist ein Lebensbuch?

Lebensbücher sind eine Methode der Biografiearbeit, in denen das eigene Leben mit verschiedenen kreativen Mitteln dargestellt und reflektiert wird. Die Jugendlichen sind dabei AutorInnen ihres eigenen Buches. Das Buch ist in drei Themenbereiche untergliedert:

- Das bin ich!
- Meine Familie und meine Herkunft
- So stelle ich mir meine Zukunft vor

 


Die Jugendlichen werden bei der Gestaltung des Buches angeleitet, sodass ein Reflexionsprozess in Gang gesetzt wird, der über die eigene Person hinaus-reicht: Sie erfahren mehr über sich selbst, aber auch über ihre MitschülerInnen und deren Hintergrund. Hier entstehen Anlässe, sich auszutauschen, z.B. "Was ist eine 'richtige' Familie und wer gehört dazu?", "Kann man gleichzeitig türkisch/ griechisch/ arabisch ... und deutsch sein?". JedeR Jugendliche hat am Ende ein eigenes Buch erstellt, in dem Fotos, Kurzportraits, eigene Texte, Gedichte, Briefe, ausgefüllte Fragebögen sowie selbst gemalte Bilder und Collagen enthalten sind. Die Seiten werden in einem Ordner zusammengefasst, der von außen als Bucheinband gestaltet wird. Das Buch ist das Eigentum der AutorInnen und kann jederzeit erweitert werden.


Beispiele für Lebensbuchvorlagen aus unseren Begleitmaterialien (pdf)


 

Ein Kind bemalt die Landkarte des Herkunftslandes seiner Familie 


Herkunft der Methode Lebensbuch

Die Idee der Lebensbücher stammt aus der Kinder- und Jugendhilfe, wo sie im Rahmen der Biografiearbeit eine Methode darstellt, Pflege- und Adoptivkindern bei der Bewältigung schwieriger Lebensübergänge zu helfen. Wir lehnen uns in unserer Arbeit vor allem an die Vorgehensweise von Birgit Lattschar und Irmela Wiemann an (Lattschar/Wiemann 2011; Buchtitel entnehmen Sie bitte unseren Literaturlisten). Ihr Konzept, aus dem wir grundlegende Richtlinien und Bestandteile übernommen haben, war Ausgangspunkt für die Entwicklung unseres niedrigschwelligen Ansatzes für den Schulunterricht und die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit.

Aufbau der ersten Projekteinheit (pdf)


Ein Mädchen füllt die Seite zum Thema "Meine Gefühle" aus


Ressourcenorientierte Biografiearbeit

In den letzten Jahrzehnten hat sich in den Sozial- und Gesundheitswissen-schaften die Erkenntnis verbreitet, dass die ausschließliche Erforschung von Defekten und Krankheiten eine einseitige Sichtweise auf den Menschen beinhaltet. Es entstanden Konzepte, die nicht mehr Defizite, sondern Ressourcen und Wachstumspotenziale des Menschen in den Mittelpunkt stellen. Dazu gehören die Resilienzforschung, die Salutogenese und die ressourcenorientierte bzw. Positive Psychologie. Mehr dazu finden Sie unter

Biografiearbeit

Auszug aus unseren Begleitmaterialien:
Resilienz und Salutogenese

Grundlagen der Biografiearbeit


Ziele und Funktionen unserer Lebensbucharbeit 

  • Stärkung des Selbstgefühls und der Fähigkeit zur Selbstreflexion
  • Fördern des Selbstwertgefühls
  • Fördern von Kreativität und Lebensfreude
  • Bewusstmachen von Gestaltungsmöglichkeiten im aktuellen Lebensumfeld
  • Möglichkeiten der positiven Beziehungsgestaltung schaffen
  • Stabilisierung der Jugendlichen bei entwicklungsbedingten Übergängen
  • Vielfalt respektieren
  • Vermittlung demokratischer Grundwerte 


      Kinder vervollständigen den Satzanfang: "Ich bin..."


Rahmenbedingungen

Voraussetzung für die Durchführung von Lebensbuchprojekten ist das Einhalten bestimmter ethischer Rahmenbedingungen. Dazu gehören insbesondere Zuverlässigkeit, Vertraulichkeit, Sensitivität und Reflexivität. Was dies im Einzelnen bedeutet, vermitteln wir in unseren Weiterbildungen. Wir betrachten Biografiearbeit als einen Baustein in einem umfassenden Erziehungskonzept. Sie kann Kindern und Jugendlichen dabei helfen, ihre eigene Person mit ihren verschiedenen Facetten besser kennenzulernen und sich diesbezüglich besser zu artikulieren. Gleichzeitig hat die Methode ihre Grenzen - auch darauf weisen wir in unseren Weiterbildungen und Materialien hin. So kann und darf Biografiearbeit z.B. keine notwendige Psychotherapie ersetzen. Da wir besonders niedrigschwellig und ressourcenorientiert vorgehen, besteht das Ziel unserer Arbeit in der Stabilisierung der Jugendlichen und nicht in der gezielten Konfrontation mit Lebensproblemen. Die Einhaltung ethischer Rahmenbedingungen - gerade wenn Biografiearbeit in einen institutionellen Rahmen eingebunden ist - muss durch die Professionalität der Durchführenden gewährleistet werden.

Weitere Materialien zum Herunterladen



Freundschaft - ein besonders spannendes Thema für Kinder und Jugendliche

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Interesse an einer Weiterbildung? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf: info@memory-werkstatt.de


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